Bundesinnung für das Flexografen-Handwerk
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Berufsinfo

Die aktualisierte Ausbildungsordnung zum/zur Mediengestalter/-in Digital und Print, ergänzt um flexografische Inhalte, gilt ab August 2016. Der Ausbildungsberuf wurde durch die 1998 erfolgte Zusammenfassung verschiedenster Vorstufen- und Designberufe zum zentralen Gestaltungsberuf in der Druck- und Medienbranche.

Den klassischen Stempel kennt jeder. Weniger bekannt ist, wer diese herstellt: die Mediengestalter/Mediengestalterinnen. Der Stempel ist nur ein Produkt von vielen, das sie herstellen. Mediengestalter/-innen mit der speziellen Ausrichtung auf Flexografie sind die Spezialisten für kreative Schilder, Stempel, Planen und Dekore. Typische Produkte sind Beschilderungen aller Art: von Firmen-, Straßen- bis hin zu Werbeschildern, Aufklebern, Etiketten, Werbeplanen, Folienbeschriftungen, Pokalen etc. Ebenso gestalten sie Vorlagen für die Printproduktion und fertigen daraus spezielle Druckformen für die Herstellung, z.B. auch mehrfarbige Verpackungen.

Eines haben alle Flexografie-Produkte gemeinsam: Gestaltung, Grafik, Entwurf oder Layout müssen professionell erstellt werden. Hier sind die Mediengestalterinnen und Mediengestalter in ihrem Element. Sie beherrschen die unterschiedlichen Softwareprogramme für die Gestaltung der vielfältigen Produkte und kennen sich mit der Hardware und den Ausgabegeräten und -maschinen bestens aus.

Von der Idee zum Produkt

Zunächst kommt der Kunde mit einer Produktidee, die gestalterisch umgesetzt werden muss. Dazu liefert der Kunde meist die Text- und Bilddaten. Texte und Bilder werden aber auch von einer Vorlage eingescannt oder selbst erstellt und danach digitalisiert. Diese Daten werden dann am Bildschirm im Layout individuell gestaltet und bearbeitet. Dabei werden zum Thema passende Schriften ausgewählt, Schriftgrößen und Zeilenabstand definiert, Texte aufgeteilt und mit Bildern und Grafiken kombiniert. Dabei gilt es, die typografischen Regeln gekonnt anzuwenden. Damit Rechtschreibfehler vermieden werden, wird der gesamte Text Korrektur gelesen.

Wenn Bilder und Grafiken eingesetzt werden, müssen diese noch mit speziellen Bildbearbeitungsprogrammen bearbeitet werden. Dazu muss man ein gutes ästhetisches Gespür haben, um Farbtöne, Farbnuancen und Bildausschnitte dem Endprodukt entsprechend zu bestimmen. Dann wird das gestaltete Produkt mittels zeitgemäßer Technik, wie Lasergravur, Plotter oder Digitaldrucker, ausgegeben und fertig montiert bzw. konfiguriert.

Die Zukunftschancen

Wer den Beruf erlernt, kann nicht nur in der vielfältigen Markierungs- und Kennzeichnungsbranche arbeiten, sondern auch in Werbeagenturen, Grafikstudios und Druckvorstufenunternehmen. Aufgrund der vielseitigen und auf Genauigkeit ausgerichteten grafischen Ausbildung kann man die unterschiedlichen Druckprodukte oder auch Webseiten gestalten und umsetzen.

Die Produktpalette

Es gibt kaum einen Bereich in unserem Alltag, der ohne Markierungen, Kennzeichnungen oder Identifikation auskommt. Kennzeichnend für die Flexografie ist die Vielzahl der Produkte. Es gibt allein 220 verschiedene Stempelprodukte, zu denen Handfärbe- und Selbstfärbestempel mit integriertem Stempelkissen zählen. Dabei reicht die Palette von klassischen Namens- und Adressstempeln, über Datums- und Bänderstempel bis hin zum Motivstempel in vielfältigen Formen. Ebenso gehören Flexodruckplatten für den Verpackungsdruck dazu.

Stempel werden heute mittels hochmoderner Lasergravurmaschinen oder Photopolymeranlagen hergestellt. Die Gestaltung erfolgt überwiegend am PC oder Mac.

Nur einige wenige Betriebe stellen allein das Produkt „Stempel“ her. Die Mehrzahl der Flexografie-Betriebe sieht sich als „Universaldienstleister“ und bietet neben dem Kernprodukt Stempel eine bunte Vielzahl an Markierungs-, Kennzeichnungs- und Identifikationsprodukten an.

Vielfach bieten Flexografie-Betriebe Folienschnitt oder Folienplot an, um Einzelschilder, Fahrzeug- oder Schaufensterbeschriftungen herzustellen. Daneben spielen Gravuren, insbesondere die Laser-Gravur, eine große Rolle. Ebenso zählen Druckprodukte, wie Visitenkarten, Briefbogen oder Ähnliches, zum Portfolio. Die meisten Flexografie-Betriebe haben weniger als zehn Mitarbeiter. Firmen mit 20 und mehr Mitarbeitern zählen schon zu den Großbetrieben der Branche. Kunden der Flexografen sind insbesondere Behörden, Konzerne, Mittelständler, aber auch Privatpersonen, die in ihrem Umfeld Stempel und Kennzeichnungen benutzen.

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